Eröffnungsitzung des Parlamentarischen Rates; in vorderster Reihe von links nach rechts Carlo Schmid, Adolph Schönfelder, Walter Menzel, Gustav Zimmermann, Theodor Heuss, Hermann Schäfer und R. Katz
Im Museum Koenig tagte 1948/49 der Parlamentarische Rat. Alexander Koenig (1858-1940) war ein Sohn des zur Zarenzeit als „Zuckerkönig Russlands“ bekannten St. Petersburger Zuckerindustriellen Leopold Koenig, der sich 1868 mit seiner Familie in Bonn niederließ und die Villa Koenig erbauen ließ, die später unter dem Namen „Villa Hammerschmidt“ den deutschen Bundespräsidenten als Dienstsitz diente.
Ankunft der Mitglieder des Parlamentarischen Rates am 1. September 1948
1912 wurde der Grundstein zum heutigen Museumsgebäude gelegt. Da es während des ersten Weltkrieges als Lazarett und Kaserne diente, konnte es erst 1934 in seiner Funktion als Museum eingeweiht werden. Nach dem 2. Weltkrieg war die große Ausstellungshalle des Museums der einzige repräsentative Versammlungsraum, der in Bonn zur Verfügung stand. Dort fand am 1. September 1948 die Eröffnungssitzung des Parlamentarischen Rates statt, der das am 23. Mai 1949 offiziell verkündete Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland erarbeitete. Das Museum ist stolz darauf, sich als Geburtsort der Bundesrepublik bezeichnen zu können.